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beats blog

Samstag, 23. Mai 2020

E-Bike Entscheidung

Spezialized-E-Bike
Spezialized-E-Bike

Heute Morgen waren wir wieder in einem grossen Bikeshop und haben uns E-Bikes angesehen. Die Auswahl war nicht sehr gross, doch relativ rasch ist uns ein Specialized-E-Bike ins Auge gesprungen. Die richtige Grösse, nicht schwarz oder grau und ziemlich schnittig und aufgerĂ€umt. Karin hat damit eine Probefahrt gemacht und fand das Fahrverhalten ziemlich gut. Doch die etwas spezielle Farbe, nicht wirklich hellblau, so etwas Jeans-artiges, mochte sie nicht vom Fleck weg ĂŒberzeugen.

Wir haben natĂŒrlich beim VerkĂ€ufer nachgefragt, doch die roten Modelle sind bereits alle ausverkauft. Dies sei auch noch das Letzte in diesem blau. An Lager gĂ€be es nur noch weiss oder schwarz. FĂŒr mich war der Fall eigentlich rasch klar. Das war das "beste" E-Bike, welches wir bisher angesehen haben. Zumindest sah es sehr stimmig aus und passte in der Grösse und... es hatte zumindest etwas Farbe 🌈. Und auch der Preis war o.k.

Karin brauchte noch etwas Zeit, stellte noch ein paar Fragen und dann kam: "Ja, o.k., das will ich." đŸ€

Interessant fand ich, dass wir das Bike nicht gleich mitnehmen konnten. Es wird nun noch kurz in der Werkstatt ĂŒberprĂŒft und die Software des Motors und der Steuerung wird auf den aktuellsten Stand gebracht (😄 muss man das spĂ€ter updaten?). Am nĂ€chsten Samstag können wir es abholen und somit dĂŒrfte klar sein, dass wir am Sonntag darauf eine gemeinsame Ausfahrt unternehmen werden, Darauf freue ich mich schon.

Freitag, 22. Mai 2020

durchatmen

irgendwo im Unterholz
irgendwo im Unterholz

Eigentlich dachte ich, dass ich heute wiedereinmal in die Stadt fahre um mich mit der Rikscha zu zeigen. Buchungen habe ich nach wie vor keine, doch etwas PrÀsenz markieren kann bestimmt nicht schaden. Doch das erste Wort im Satz zeigt schon an, dass ich mich dann anders entschieden habe.

Weshalb ich mich umentschieden habe, kann ich gar nicht so genau sagen. TrÀgheit/Faulheit? Furcht vor Misserfolg? Feigheit vor dem Kunde? Vermutlich eine Mischung von all dem. Hinzu kommt, dass ich schon seit bald einer Woche eine irgendwie komische, undefinierbare Stimmung mit mir herumtrage. Ich kann es wirklich nicht benennen. Wie eine Vorahnung... keine Ahnung von was...

Weil in den letzten zwei Wochen auch meine BikeausflĂŒge ziemlich abgenommen haben wollte ich vor dem kommenden Wetterumschwung den Mittag fĂŒr eine Biketour nutzen. Wieder war ich nicht sonderlich motiviert, obwohl eigentlich alles perfekt war. Warmes, trockenes Wetter, herrlich auflebende Natur, kaum andere Menschen. Und weil eben alles so ideal war, konnte ich nicht einfach nur etwas dahingondeln. Es wa klar, dass mindestens ein veritabler HĂŒgel bezwungen werden will. Mein Herz braucht wieder einmal Belastung. Das Blut muss stark durch den Körper gepumpt werden und der Schweiss soll Schadstoffe ausspĂŒlen. Frischer Sauerstoff soll die geistigen Nebelschwaden vertreiben.........

Donnerstag, 21. Mai 2020

Spielnachmittag

let's play the game
let's play the game

Am heutigen Auffahrt-Feiertag waren wir bei und mit Freunden verabredet. Wir spielten das Gesellschaftsspiel BrĂ€ndi-Dog und danach grillierten wir gemĂŒtlich im Garten.

Seit ein paar Jahren ist BrĂ€ndi-Dog, das unbestrittene Top-Spiel im Freundeskreis. Schon das Spielfeld zeigt an, dass es eine Abwandlung oder Weiterentwicklung von "Eile mit Weile" ist. Statt zu wĂŒrfen, wird mit Karten gespielt und je nach Kartenwert können ganz unterschiedliche Aktionen ausgefĂŒhrt werden. So kann man immer wieder ein paar Gemeinheiten einstreuen und das Spiel bleibt meist bis ganz zum Schluss spannend. Zudem spielt man in Zweierteams, was das GemeinschaftsgefĂŒhl stĂ€rkt. Wir spielen meist Frauen gegen MĂ€nner. Das hat den Vorteil, dass zum Schluss bei jedem Paar ein Sieger zuhause ist und dass man so nicht unbedingt dem eigenen Partner strategische Fehler vorwirft 😉.

Es war lustig und (ent)spannend. Meist gewinnen die Frauen, doch heute hatten wir MĂ€nner wieder einmal etwas mehr GlĂŒck und konnten das Gesamtscore fĂŒr uns entscheidenđŸ„‡. Vielen Dank fĂŒr die Einladung und den schönen Nachmittag/Abend! 👍

Mittwoch, 20. Mai 2020

MorgendÀmmerung

blĂŒhender Busch zur Mittagszeit
blĂŒhender Busch zur Mittagszeit

Seit Anfang Jahr habe ich diesen Nebenjob, zu welchem ich ziemlich frĂŒh aufstehen muss. Zwischen 05:05 und 05:10 Uhr trete ich jeweils aus dem Haus und nehme mein Fahrrad aus dem Schuppen um damit zur Arbeit zu fahren.

Um diese Uhrzeit ist es meist noch dunkel. Deshalb ziehe ich vor dem Verlassen des Hauses eine kleine Stirnlampe an, damit ich sicher den Weg zum Fahrradschuppen finde und dort auch mit dem SchlĂŒssel ins SchlĂŒsselloch treffe. Dann bepacke ich mein Rad, nehme es aus dem Schuppen, schliesse diesen ab, verstaue den SchlĂŒsselbund, zusammen mit der Stirnlampe, in der GepĂ€cktasche und schwinge mich in den Sattel. So lief es bisher immer. Diesen Montag stellte ich nun fest, dass ich die Strinlampe nicht mehr wirklich brauche. Aktuell ist um 05:05 Uhr die DĂ€mmerung zumindest schon soweit fortgeschritten, dass ich ohne Licht das SchlĂŒsselloch der SchuppentĂŒr erkenne.

Zu Beginn fröstelt es mich meist etwas, doch schon nach etwa 5 Minuten beginnt die Strasse leicht anzusteigen und mein Körper erreicht eine gute Betriebstemperatur. Ich kann endlich mehr sehen, als nur die Strasse im Lichtkegel meiner Frontleuchte. Der Himmel schimmert dunkelblau, man erkennt nur noch die hellsten Sterne oder die Sichel des Mondes und es wird langsam aber kontinuierlich heller. Eine wunderbare Übergangsstimmung von der stillen Nacht zum lauten Tag... magisch schöne 35 Minuten 🌅 bis ich am Arbeitsplatz das Rad in den VelostĂ€nder stelle.

Diese Woche arbeitete ich an drei Morgen, von Montag bis heute Mittwoch. Jedesmal dachte ich, dass ich diese Morgenstimmung unbedingt fotografieren und in diesem Blog zeigen muss. Gestern und heute habe ich mir deshalb das Smartphone direkt in die Jacke gesteckt, dass ich einfach und schnell anhalten und ein Foto schiessen kann. Und doch habe ich es nicht gemacht... Man denkt immer "es kommt noch besser/schöner" und dann ist man doch zu spĂ€t. Ausserdem hat das alles nicht nur einen visuellen Charakter (den man mit einem Foto einfangen kann). Alles ist in diesen 35 Minuten im Übergang. Zunehmendes Licht, GerĂ€usche, GerĂŒche und mittendrin dieser kleine Radfahrer, der noch halb schlaftrunken aufs Rad gestiegen ist und letztendlich hellwach am Arbeitsplatz erscheint. Eine Transformation, durch und durch. đŸ’«

Ich hoffe, dass ich durch diese Beschreibung einen Eindruck des Erlebnisses "Arbeitsweg per Rad durch die MorgendĂ€mmerung" geben konnte. Weil mein Motto aber "sowohl als auch" heisst, will ich die "Kehrseite der Medallie" auch noch kurz erwĂ€hnen.😏

Arbeitsweg - Höhe und Zeit
Arbeitsweg - Höhe und Zeit

Wie man auf nebenstehender Grafik leicht erkennen kann, ist mein Arbeitsweg nicht wirklich flach. Wobei man sich von der Grafik auch nicht blenden lassen soll. Der tiefste Punkt -nach ca. 1,5km- und der höchste Punkt -bei ziemlich genau 4km- liegen nur 90 Höhenmeter auseinander. Was in der Grafik also wie ein veritabler Berg aussieht, ist in Tat und Wahrheit ein sanfter HĂŒgel đŸ€š. Anyway. Es geht berghoch, der Puls steigt, ich beginne in diesen zehn Minuten doch leicht zu schwitzen. Und so ziemlich jeden Morgen werde ich in dieser Steigung von zwei anderen Pendlern auf E-Bikes ĂŒberholt... Hmmm... ich bin ganz offen: manchmal bin ich neidisch... 😓 sie kurbeln so locker und ein leises Surren hilft ihnen den HĂŒgel hoch... ich vermute, dass sie nicht schwitzen...

Auf dem Nachhauseweg ist mir in den letzten Tagen immer wieder ein sehr schön blĂŒhender Busch aufgefallen. Um doch noch ein Bild fĂŒr diesen Blogeintrag zu haben, machte ich heute Mittag das obige Bild. Ich verstehe wenig von Biologie und weiss deshalb nicht um was fĂŒr einen Busch es sich dabei handelt. Aber sehr schön anzusehen ist er allemal und deshalb habe ich auch noch ein kleines BlĂŒtendetailbild unten rechts eingefĂŒgt. 🌾

Ah, noch eine ErgĂ€nzung. Das Wetter ist derzeit tagsĂŒber schön und angenehm warm. Morgens brauche ich noch die lange Hose und eine Jacke. FĂŒr den Heimweg nehme ich mir zusĂ€tzlich eine kurze Hose und ein Kurzarmshirt mit. Das bewĂ€hrt sich. Interessanterweise brauche ich fĂŒr dem Heimweg meist ĂŒber 5 Minuten lĂ€nger als fĂŒr die Hinfahrt. Ich glaube das ist, weil ich nicht mehr unter Zeitdruck stehe und auch schon etwas angemĂŒdet bin.

Freitag, 15. Mai 2020

Hochzeitstag

geteilte Freude ist doppelte Freude
geteilte Freude ist doppelte Freude

Vor genau 27 Jahren haben Karin und ich geheiratet. 💘

Am heutigen Hochzeitstag wollten wir in ZĂŒrich gediegen Essen und fĂŒr die Abendvorstellung hatten wir Tickets fĂŒr den Zirkus KNIE gekauft. Infolge der Corona-Pandemie wird das nun nichts und wir verbringen den Abend gemĂŒtlich zuhause. Das ist nicht sonderlich schlimm, denn wir sind ĂŒberzeugt, dass wir noch viele Hochzeitstage erleben werden und so können wir das problemlos nachholen. 😍 😚

Donnerstag, 14. Mai 2020

MEINE grössten Denkfehler

alles dreht sich um mich
alles dreht sich um mich

Nachdem ich den gestrigen Beitrag nochmals gelesen habe, will ich heute noch etwas anfĂŒgen.

Denkfehler Nr. 1 = körperliches Leben.

Lebewesen sind keine Maschinen. Es macht zwar den Anschein, dass genĂŒgend Treibstoff und etwas Wartung ausreichen, doch das stimmt so nicht. Das Leben wurde uns eingehaucht und nach dem letzten Atemzug bringt auch frisches Wasser und bestes Essen den Körper nicht mehr in Gang. Die Lebensenergie, was sie auch immer sein mag und woher sie auch immer kommen mag, macht uns erst zu Lebewesen. Ohne sie sind wir nur Kadaver.

Denkfehler Nr. 2 = geistiges Leben oder "ich"

Der Geist ist ein wunderbares Ding, solange es ums praktische (Über-)Leben geht. Es ordnet unsere direkten SinneseindrĂŒcke und entscheidet in Sekundenbruchteilen ob Flucht oder Angriff die richtige Strategie ist. FĂŒr alles Andere ist der Geist eher wenig brauchbar, wenn nicht gar hinderlich.

Das grösste Problem ist, dass der Geist alle SinneseindrĂŒcke auf sich (seinen Körper) bezieht. Er kann nicht einfach nur sehen, hören, fĂŒhlen, riechen oder schmecken, sondern er ehebt sich zum Seher, zum Hörer, zum FĂŒhler, zum Riecher und zum Schmecker. Dabei wendet er einen Trick an und der geht so: Blitzschnell (und unbemerkt) verdeht er die zeitliche Abfolge. Es geschieht sehen und schon macht der Geist daraus: Ich sehe! Wo nur eine TĂ€tigkeit war, nĂ€mlich sehen, stellt der Geist das Subjekt "ich" davor und hĂ€ngt ein beliebiges Objekt, zB. "einen Baum" an. In Tat und Wahrheit gab es aber nur sehen. Subjekt und Objekt sind nur geistige Abstraktionen. Das ist DualitĂ€t. "ich" erkenne "etwas".

Der menschliche Geist ist unersĂ€ttlich und bezieht alles auf sich und seine Person. Da gibt es dann nicht einfach nur noch Gedanken, sondern es sind "meine" Gedanken, "meine" GefĂŒhle, "meine" Entscheidungen. Man bezieht alle direkten Sinneserfahrungen auf sich selbst.

Einer wirklichen ÜberprĂŒfung hĂ€lt dieses Setting jedoch nicht stand. Und zwar deshalb nicht, weil das Subjekt "ich" oder "mein" nicht gefunden werden kann. Es ist eine Fiktion. Und es wird durch den Umstand, dass diese Fiktion allgemein akzeptiert wird, nicht besser oder zu einer RealitĂ€t.

In Tat und Wahrheit gibt es gar nichts persönliches. Nichts, was diesem Körper/Geist-Konstrukt gehört. "Das letzte Hemd hat keine Taschen".

Die Lebensenergie, das Licht des Lebens, Gott, Geist, Atman, Allah, das wahre Ich... wie man es auch immer nennen will, durchdringt uns, ist ohne Meinung, ohne Sinn und ohne Zweck. Es ist ein reines TrÀumen oder Spielen. Eine zeitlose TÀtigkeit. Formlos, geruch- und geschmacklos, unbeschreiblich, unerklÀrlich und ganz sicher kein "Ding".

Man könnte sagen: Meine zwei grössten Denkfehler kennen EINE Lösung und die liegt jenseits dieser DualitĂ€t. Sie scheint durch uns hindurch und leuchtet in unseren Augen. 🙏

Mittwoch, 13. Mai 2020

dieser Blog ist absurd

nichts ist, wie es scheint
nichts ist, wie es scheint

Der Titel beats blog deutet sehr klar auf eine Person hin und ein Blog (Weblog) bezeichnet eine chronologische Abfolge von Texten im World Wide Web. Das ist natĂŒrlich richtig, denn auf dieser Seite der Tastatur sitzt ja eine Person, deren Name Beat ist, und welche den Inhalt dieser Seite verfasst und veröffentlicht. Das impliziert, dass da "jemand" ist, der "etwas zu sagen" hat. Der sich selbst so wichtig nimmt, dass er die Welt mit seinen ErgĂŒssen beglĂŒckt. Ob das irgend jemand andres ĂŒberhaupt interessiert, sei mal dahingestellt. Zumindest erscheint es so, dass diese Person das glaubt (oder zumindest hofft). 🙄

In den letzten Jahren zeigte dieser Beat jedoch gewisse geistige Auflösungserscheinungen. Wer etwas in diesem Blog rumstöbert wird immer wieder ĂŒber das Thema "loslassen" stolpern und Hand in Hand damit geht auch eine... nennen wir es mal Entpersonalisierung als Folge von immer geringer werdender Identifikation. Man konnte SĂ€tze lesen wie z.B. Ich bin nicht dieser Körper, ich bin nicht dieser Geist, es gibt weder Zeit noch Raum, usw...

Absurd - ich weiss.

😁 WER weiss das? WER ist "ich"? 😁

Mit der Frage: "Wer (oder was) bin ich?" bin ich Jahrzehnte lang als "Suchender" durch dieses Leben gestolpert. Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nie eine Antwort fand die treffender war als "Ich weiss es nicht.". Das war natĂŒrlich wenig befriedigend und deshalb dachte ich, ich mĂŒsse einfach besser, tiefer, intensiver, konsequenter Suchen. Es war ganz bestimmt "mein Fehler", dass ich keine befriedigende Antwort fand.

Eines Tages war ich des Suchens mĂŒde und dachte, dass es mir einfach nicht gegeben oder bestimmt war, die "wirkliche" Antwort zu finden. Das brachte eine gewisse Erleichterung, weil es Schuld von mir nahm. Nicht "ich" war Schuld an meinem Scheitern, sondern Gott, das Universum, oder wie man eine "höhere Macht" auch immer nennen will, hat diese "Erleuchtung" halt einfach nicht fĂŒr mich -oder zumindest nicht in diesem Leben- vorgesehen. Schade, aber da kann man nichts machen. đŸ€š

Entlang des Weges schnappte ich ein paar Ideen auf, die imir einleuchteten und deren Anwendung ich als positiv fĂŒr mein Leben empfand. Das waren zum Beispiel Konzepte der Stille, des Loslassens und eben der Nicht-Identifikation. Es gab so viel Zeugs, welches ich in meinem Kopf herumschleppte, das lĂ€ngst vergangen war oder in Wirklichkeit gar nichts mit mir zu tun hatte. Mein schwammiges Hirn war proppevoll mit Ideen und Konzepten, die ich irgendwo aufgelesen hatte (lesen war hier kein unwesentlicher Aspekt). Ich begann Ansichten und GlaubenssĂ€tze zu hinterfragen (Was hat das mit mir zu tun? Was nĂŒtzt es mir?) und diese bei einer "Doppel-Nichts-Antwort" loszulassen. Das wirkte ziemlich befreiend und half mir, mich geistig zu entrĂŒmpeln. Ich warf geistigen Ballast ab und begann leichter zu leben.

RĂŒckblickend wĂŒrde ich sagen, dass sich im FrĂŒhling 2017 dann ein paar Schleier lĂŒfteten. Davon zeugen BlogbeitrĂ€ge wie "Hamsterrad - Ich bin", "Ich bin immer zu spĂ€t..." oder "Alles nur Konzepte" (und natĂŒrlich noch ein paar andere). GĂ€ngige Denkmuster waren bereits losgelassen und da ging es dann ans Eingemachte und die Frage: Bin ich wirklich dieser einzelne, abgetrennte Körper-Geist-Komplex, mit dem ich mich in meinem Alttagsleben identifiziere? Das war eine spannende Zeit, die mich richtig durchrĂŒttelte und auch manchmal erschreckte. Nichts war mehr, wie es einmal war. Nichts war mehr verlĂ€sslich und ich drohte den Boden unter den FĂŒssen zu verlieren.

Heute, in Corona-Virus-Zeiten, wĂŒrde ich sagen, ich habe mir damals einen Virus eingefangen. Dieser Virus lĂ€sst sich grundsĂ€tzlich nicht beschreiben. Sollte ich es dennoch versuchen, wĂ€re meine Antwort: "Sowohl als auch", die zwei Seiten einer MĂŒnze oder Yin und Yang. Etwas verstĂ€ndlicher könnte man sagen: Ich bin die lebendige Energie, die diesen Körper animiert. Der Körper erlaubt mir ĂŒber die fĂŒnf Sinne die Erscheinungen wahrzunehmen und mit ihnen zu interagieren. Er funktioniert dabei wie ein Filter. Je mehr gefestigte Ansichten, Ideologien, GlaubenssĂ€tze und eingefahrene Denkmuster vorhanden sind, desto verzerrter/eigener/abgetrennter erfahre ich die Welt. Daran ist nichts gut oder schlecht, richtig oder falsch. Denn es gibt weder mich, noch die Welt. Das alles sind nur Erscheinungen. Gleichzeitig Nichts und Alles im Wechselspiel. Ein TrĂ€umen, ein Tanzen einer einzigen ???? (Energie?). Ohne Ursache, ohne Plan und ohne Ziel - ein Spiel welches ununterbrochen gespielt wird! Unfassbar, unbeschreiblich.

Und so ergab sich, dass heute meine hÀufigsten Antworten sind: "Ich weiss es nicht" oder "Es scheint so" oder eben "Sowohl als auch". Alles ist und ist nicht. Mein Ist-Leben (Körper) ist der Zeit unterworfen. Wurde geboren und wird sterben. Mein Nicht-Ist-Leben (Geist, Lebensenergie) ist zeitlos, ungeboren und unsterblich. Ohne christlich-glÀubig zu sein erinnere ich mich an ein Bibelzitat, welches in etwa so lautet: "Du lebst in dieser Welt, doch Du bist nicht von dieser Welt" oder wie ich es nenne: "Sowohl als auch".

Und all dies fĂŒhrt diesen Blog ad absurdum. Oder weist ihm den entsprechenden Platz zu: Es ist eine schlichte Sammlung von Geschichten, Texten und Bildern aus dem "Sowohl" einer zufĂ€lligen Erscheinung. Alle geĂ€usserten Meinungen und Aussagen sind als verzerrte Geschichten zu verstehen, die sich (fast) immer nur mit dem sichtbaren Teil des Ganzen beschĂ€ftigen. Diese Unwichtigkeit ist aber auch befreiend, denn es ist auch unwichtig, wenn man total daneben liegt. đŸ€ŁđŸ˜

Dienstag, 12. Mai 2020

Corona-Update

Der Blick auf mein Bankkonto - Viren-Alarm!
Der Blick auf mein Bankkonto - Viren-Alarm!

Wenn ich schon zu Beginn der "ausserordentlichen Lage" einen Blogeintrag geschrieben habe, so sollte ich auch jetzt, wo sich die Lage etwas entspannt mal ein Update niederschreiben. Einfach deshalb, damit es spÀter eine gewisse Chronologie ergibt.

Quelle: www.srf.ch
Quelle: www.srf.ch

Wie man der nebenstehenden Grafik entnehmen kann, haben nach dem Lock-Down vom 16.03.2020 die registrierten Infektion noch zugenommen, bis sie am 23.03.2020 mit 1'510 neu registrierten FĂ€llen einen Höchststand erreichten. Etwa bis zum 3. April waren die Neuinfektionen immer relativ hoch, bevor die Kurve dann abzufallen begann. Man kann also sagen, dass die rigorosen Massnahmen des Bundes Wirkung zeigten. NatĂŒrlich gibt es keine direkten Vergleiche wie es besser oder schlechter hĂ€tte ausgehen können, doch es zeigt sich schon, dass die LĂ€nder, welche eine eher lockere Politik anschlugen grössere MĂŒhe bekundeten um die Kurve zum abflachen zu bringen.

Nach Ostern (14.04.) wurden erste Lockerungsschritte beschlossen. Ab 27. Aprildurften Coiffeursalons, ManikĂŒre, PedikĂŒre, Physiotherapeuten, Gartencenter und BaumĂ€rkte wieder öffnen. Alle mussten ein Schutzkonzept vorlegen. Darin musste aufgezeigt werden, wie die Abstands- und Hygiene-Massnahmen umgesetzt werden. z.B. Nur jeder zweite Stuhl im Coiffeursalon, Kunden und Friseure tragen Schutzmasken. Oder EingangsbeschrĂ€nkungen in Garten- oder Baucentern, Desinfektionslotion am Eingang etc.

Zwei Wochen spĂ€ter, also gestern, am 11. Mai, folgte ein nĂ€chstgrösserer Schritt. Nun sind sĂ€mtliche VerkaufsgeschĂ€fte wieder geöffnet und auch Restaurants dĂŒrfen wieder Kunden bedienen. NatĂŒrlich alles unter strengen Auflagen. So dĂŒrfen in gewissen GeschĂ€ften die Kunden die Waren nicht anfassen oder im Restaurant dĂŒrfen max. 4 Personen an einem Tisch sitzen und die Tische mĂŒssen mind. 2m voneinander entfernt stehen. Und klar gilt: Abstand halten, HĂ€nde waschen, keine BerĂŒhrungen mit anderen Menschen. Zudem wurde die "Polizeistunde" wieder eingefĂŒhrt. D.h. alle GeschĂ€fte/Restaurants sind von 24:00 Uhr bis 06:00 Uhr zwingend geschlosssen.

Auch die Schulen wurden wieder geöffnet. Da diese in unserem föderalistischen Staat kantonal geregelt werden, gibt es nun natĂŒrlich auch verschiedenste Varianten. So startet die Schule im Kt. ZĂŒrich zum Beispiel mit Halbklassen, damit die Abstandsregeln gewahrt werden können. Zudem durften unter anderem auch Fitnessstudios oder HallenbĂ€der wieder öffnen. Wobei auch hier mit EinschrĂ€nkungen wie Aufenthaltsdauer, nur jeder 2. Garderobenschrank oder zum Teil gesperrten Duschen, keine Sauna, kein Dampfbad gerechnet werden muss. Aber immerhin. Dieser Schritt ist wirklich gross und bedeutet auch, dass der öffentliche Verkehr mit Bussen, Tram und ZĂŒgen wieder hochgefahren wird. In diesen Transportmitteln wird das Tragen von Gesichtsmasken empfohlen, ist jedoch nicht vorgeschrieben.

Noch immer geschlossen/verboten sind alle Veranstaltungen, Events und Menschenansammlungen von mehr als fĂŒnf Personen. Also kein Kino, kein Konzert, keine Oper, kein Fussballmatch, keine Firmenfeier, kein Geburtstags- oder Hochzeitsfest. Hier spricht man aktuell von frĂŒhestens ab 6. Juni.

NatĂŒrlich sind auch die Grenzen noch geschlossen. Das heisst Ein- und Ausreise nur mit zwingendem Grund. FĂŒr die Tourismusindustrie ist das natĂŒrlich hart und deshalb wird einem auch eingetrichtert, dass Schweizer dieses Jahr Ferien in der Schweiz machen und hier ihr Geld ausgeben sollen. Denn bis auslĂ€ndische Touristen wieder kommen, dĂŒrfte es noch ziemlich lange dauern und wenn InlĂ€nder nicht fĂŒr eine gewisse Auslastung sorgen, wĂŒrde im hiesigen Hotelleriebereich wohl eine Konkurswelle anrollen. Den merke: Solange die Grenzen in weiten Teilen der Welt dicht sind, fliegen auch kaum Flugzeuge uns somit keine Touristen.

Mittlerweile rechnet der Bund mit UnterstĂŒtzungszahlungen bis gegen 100'000'000'000 Franken (ich musste es ausschreiben, damit man sich diese 100 Milliarden so ungefĂ€hrt vorstellen kann). Momentan ist es politisch total inkorrekt diese Finanzhilfen anzuzweifeln. Über 30% Prozent der Arbeitnehmer ist derzeit auf Kurzarbeit gesetzt und das verschlingt ziemlich viel Geld. Zudem mĂŒssen grosse Firmen mit Milliarden unterstĂŒtzt werden, damit sie nicht gleich dicht machen und dadurch die Arbeitslosigkeit explodiert. FĂŒr mittlere, kleine und Kleinstbetriebe, sowie fĂŒr SelbststĂ€ndige fallen dann auch noch ein paar KrĂŒmel von der Tischkante. Wer, wie und wann diese 100 Mia. Franken refinanziert weiss niemand.

O.K. und ganz zum Schluss meine persönliche Corona-Bilanz. Seit dem 16.03. ist mein RikschageschĂ€ft um 99% Prozent eingebrochen. Auch ich hĂ€tte Kurzarbeit beantragen können um mindestens eine minimale VerdienstausfallentschĂ€digung zu erhalten. Das habe ich nicht getan. Ich erachte diesen Virus als höhere Gewalt und mache nicht die Massnahmen der Regierung fĂŒr diesen UmsatzrĂŒckgang verantwortlich. Deshalb sehe ich auch nicht ein, weshalb mich nun der Staat unterstĂŒtzen sollte. Das heisst natĂŒrlich, dass ich auf der einen Seite keine substantiellen Einnahmen mehr habe und auf der anderen Seite die Betriebskosten -und mein Lebensunterhalt- trotzdem bestreiten muss. Zum GlĂŒck fand ich Anfang Jahr diesen 25% Teilzeitjob. Trotzdem verliere ich pro Monat ein paar tausend Franken. Ich kann das maximal bis Ende Jahr durchhalten, muss aber klar sagen, dass wenn sich das RikschageschĂ€ft bis dahin nicht auf ein kostendeckendes Niveau erholt, ich die Schoten dicht machen werde. Es ist nicht die Idee, dass dies ein Hobby ist in welches ich Geld investiere, sondern es sollte mein Broterweb sein.

😁 Das Tagesfoto zeigt meine Corona-Frisur 😂. Ich gehe erst wieder zum Coiffeur, wenn da keine Maskenpflicht mehr besteht... mal sehen, wie lange die Haare noch wachsen... đŸ‘±â€â™‚ïž

Montag, 11. Mai 2020

Schulter-Untersuchung

Die Schmerzen von letzter Woche sind mittlerweile zwar schon weitgehend abgeklungen, doch es war wirklich einmal an der Zeit um die Sache abklÀren zu lassen. Heute Nachmittag war es dann soweit.

Nach einer kurzen Besprechung wurden zwei Röntgenbilder angeordnet, welche dann besprochen wurden. Leider hatte ich mein Smartphone nicht dabei, denn ich hÀtte liebend gerne die schönen Röntgenbilder fotografiert und dann hier gezeigt. Zeit und Gelegenheit wÀren vorhanden gewesen. Schade. Auf alle FÀlle konnte der Arzt nichts AuffÀlliges erkennen. Weder KnorpelschÀden noch Kalkeinlagerungen. Soweit so gut.

Der Behandlungsansatz sieht nun wie folgt aus: EntzĂŒndungshemmende Tabletten, Eine Salbe gegen die Schmerzen und 9x Physiotherapie zur RĂŒckgewinnung und Erhaltung der Beweglichkeit. NatĂŒrlich soll die Physiotherapie nur eine Starthilfe sein, die mir KörperĂŒbungen beibringt, die ich danach (möglichst tĂ€glich und fĂŒr immer) zuhause durchfĂŒhren kann.

Ich insistierte kurz gegen die Medikamente. Salbe fand ich ja noch o.k., doch nun zwei Wochen lang drei Tabletten am Tag einnehmen, das sĂ€he ich nun nicht so wirklich. Ich konnte bisher auch ohne EntzĂŒndungshemmer mit den Schmerzen umgehen und es sei nicht mein oberstes Ziel möglichst schnell schmerzfrei zu sein, sondern möglichst natĂŒrlich zu heilen. NatĂŒrlich ist der Arzt der Arzt und deshalb liess er nicht mit sich diskutieren. Ich solle das jetzt alles wie aufgeschrieben schlucken, einreiben und physiotherapieren und danach soll ich mich fĂŒr eine Nachkontrolle melden. Danke, auf Wiedersehen und der NĂ€chste bitte.

Vermutlich erkennt man schon am Schreibstil, dass ich das alles nicht sehr erbaulich fand. Genau so laufen Arztbesuche heutzutage ab und genau deshalb gehe ich so ungern da hin. "Nach einer kurzen Besprechung" -> Beschreiben Sie Ihre Schmerzen. Wo genau? Heben Sie den Arm nach vorne, zur Seite und nach hinten. O.K. machen wir ein paar Röntgenbilder. Das dauerte keine fĂŒnf Minuten. Auch die Besprechung der Röntgenbilder dauerte höchstens drei Minuten. Dann noch den Computer abfĂŒttern und die Rezepte schreiben, nochmals drei Minuten. Also: Patient in den vorgegebenen 15 Minuten abgefertigt, macht X TarMed-Punkte. Medis verkauft und Physio Umsatz generiert. Alle Ziele erreicht. Alles gut.

Ich weiss noch nicht, wie ich mich nun verhalte... muss erstmal die Beipackzettel lesen, so von wegen Risiken und Nebenwirkungen...

Donnerstag, 7. Mai 2020

Blumenwiese oder -rasen

vorher
vorher

Man könnte auch sagen, wir basteln an der Blumenwiese Version 2 😉. Letztes Jahr starteten wir mit einem ersten Versuch und die SommerblĂŒte 2019 hat uns doch recht gut gefallen. Im Vergleich dazu wollten wir in diesem Jahr eine nicht mehr ganz so hohe Bepflanzung. Letztes Jahr wuchsen nicht wenige Pflanzen und Blumen ĂŒber einen Meter hoch und das wollten wir dieses Jahr lieber vermeiden. Also eher einen Blumenrasen, denn eine Blumenwiese.

Nach dem ersten Schnitt, Anfang April, liessen wir alles erst mal spriessen um zu sehen, was dieses Jahr von alleine wĂ€chst (mehrjĂ€hrig) und was nicht. Dabei ist es doch ziemlich schwierig herauszufinden, ob es sich bei dem GrĂŒnzeug nun um Unkraut handelt oder etwas, woraus spĂ€ter Blumen entstehen. Wie man auf dem obigen Bild sehen kann, wucherte es einfach mal ziemlich grĂŒn.

und nachher
und nachher

Wir haben in den letzten Tagen entschieden, dass wir die FlĂ€che nocheinmal komplett mĂ€hen und dann neue Samen fĂŒr einen Blumenrasen ausbringen. Es wĂŒrde keinen Sinn machen, ĂŒber oder zwischen diesem wachsenden GrĂŒn einfach Samen auszustreuen. Das wĂ€re rausgeschmissenes Geld. Besser wird bestimmt sein, den Boden nochmal vorzubereiten und erst dann zu sĂ€en. Die zwei letzten sonnigen Tage haben den Boden soweit abgetrocknet, dass ich heute Nachmittag den RasenmĂ€her anwerfen konnte um diesen Kahlschlag durchzufĂŒhren.

PS: Unser Uralt-RasenmĂ€her ist ein störrisches Ding! Er will einfach nicht anspringen. 👿 Ich hatte ihn deswegen im letzten Herbst schon mal zur Reparatur gebracht, doch dann benutzte ich ihn nur noch zwei Mal. Heute Morgen war dann wieder tote Hose. Ich habe fast das Startseil abgerissen, doch er wollte einfach nicht. Hat Benzin, hat ZĂŒndfunke - mĂŒsste starten. Ich war schon soooo nah dran, das Ding zu entsorgen als er plötzlich doch noch ansprang, ein paar hustete, kleine schwarze Wölklein ausstiess um dann doch langsam auf Touren zu kommen. Da hat er sich gerade noch knapp vor dem Schrottplatz gerettet.

â–Č