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Freitag, 29. Mai 2020

zur Kyburg

vor der Kyburg
vor der Kyburg

Trotz teilweise krÀftigem Nordwind war es heute vorwiegend sonnig und um die 20° Grad warm. Ich hatte richtig Lust um eine etwas lÀngere Biketour zu machen und deshalb entschied ich mich, zur Kyburg zu fahren.

Bis nach BrĂŒtten folgte ich so quasi meinen Standard-Trails und von da wĂ€hlte ich den altbekannten, steilen Downhill runter nach Winterthur Töss. Diesen Trail gibt es schon ĂŒber 15 Jahre und er hat schon viele unterschiedliche Gesichter gezeigt. FrĂŒher war er mal mit vielen Schanzen, Anliegern und auch einem Wallride ausgebaut, doch nach Querelen mit dem Waldbesitzer wurde alles wieder abgebaut. Aktuell gibt es wieder zwei kĂŒnstliche SprĂŒnge, ein paar Anlieger und mehrere, kleine Naturschanzen. Der Trail selbst ist mittlerweile stark ausgefahren und viele grobe Wurzeln stehen vor, weil die Erde rundherum wegebremst und -erodiert ist. So mit Null Zentimeter Federweg ist das ziemlich anspruchsvoll, man muss eine gute Linie finden und konzentriert bleiben. NatĂŒrlich geht das dann eher langsam zu und her und deshalb umfuhr ich die kĂŒnstlichen SprĂŒnge und rollte eher ĂŒber die NatursprĂŒnge, als dass ich wirklich gesprungen wĂ€re. Ich bin mittlerweile alt, trage ausser dem Helm keine SchutzausrĂŒstung und bin deshalb schon zufrieden, wenn ich ohne anzuhalten (oder zu stĂŒrzen) heil unten ankomme. Auch so schiesst mir schon ziemlich Adrenalin ins Blut. 😃

Es folgen ein paar ruhige Schotterstrassen-Kilometer entlang der Töss, die dann in einen verwinkelten Wanderweg, immer direkt am Flussufer, ĂŒbergehen. Eine sehr schöne Passage, die spassig und unterhaltsam ist. Kurz vor Sennhof treffe ich dann auf die Asphaltstrasse hoch zur Kyburg. Die ist ziemlich steil. Das GPS sagt 160 Höhenmeter auf 1,6 Kilometer, was somit durchschnittlich 10 Prozent Steigung entspricht. Klar, dass ich dabei gut ins Schwitzen komme. Oben angekommen fahre ich direkt zur Burg, wo ich ein paar Fotos schiesse und dann eine kurze Pause auf einer Parkbank einlege.

Danach folge ich zuerst dem Wanderweg in Richtung Kollbrunn, zweige aber bald links ab, weil ich da einen schönen und schnellen Downhill durch den Wald, runter nach Sennhof kenne. Von da wieder etwa einen Kilometer am Tössufer entlang und dann hoch auf den Eschenberg. Ich komme da an einem schönen Gartenrestaurant vorbei und ich muss mir gut zureden, dass ich nicht anhalte und schon wieder ein Pause einlege 😉. Am höchsten Punkt, halte ich kurz fĂŒr ein Foto des Aussichtsturms, bevor es dann rassig bergrunter, am Tierpark Bruederholz vorbei, zurĂŒck nach Winterthur Töss geht. Von da geht es dann wieder berghoch, diesmal auf den Beerenberg.

Beerenberg und Multberg sind die zwei höchsten Punkte eines HĂŒgelzugs zwischen Winterthur und Pfungen. Da gibt es viele schöne Wanderwege, die ich alle bestens kenne und deshalb heute auch so richtig geniessen kann. Dies vor allem auch im Hinblick auf den kommenden Kaffeehalt bei der BĂ€ckerei in Pfungen. Ein Eierbrötchen und ein Latte Macchiato geben mir die nötige Kraft fĂŒr die letzten Kilometer bis nach Hause. Das war eine sehr schöne Tour! Das GPS sagt: 53 km., 3:41 Std., 1'170 Hm.

Hier noch ein paar Bilder von unterwegs:

am Tössufer entlangam Eingangstor zur Burgim kleinen Park vor der KyburgAussichtsturm auf dem Eschenberg

Serendipity Styx 3.0 major release

ein grosser Schritt vorwÀrts!
ein grosser Schritt vorwÀrts!

Gestern wurde die neuste Version der Serendipity Styx Edition herausgegeben und heute morgen habe ich nun diesen Blog auf den neusten Stand gebracht. Das geschieht ganz einfach ĂŒber die interne Upgrade-Funktion. Ein paar Klicks, etwas warten und schon ist es vollbracht! 👍

FĂŒr mich persönlich hat sich dadurch nicht viel geĂ€ndert, denn ich war im letzten halben Jahr doch ziemlich nahe an der Entwicklung dran. Auf meinem Testblog installierte ich immer die neusten, verfĂŒgbaren Versionen und konnte auch bei einigen Tests mithelfen. Im Vergleich zu Original Serendipity brachte mir die Styx Edition doch viele neue Möglichkeiten und ausgereifte technische Funktionen. Ich will hier ein paar davon auflisten (die mir gerade so in den Sinn kommen):

  • utf8mb4-Zeichensatz inkl. aller Emoji (das sind die hier 😎 👍 🌞).
  • aktueller WYSIWYG-Editor (CKEditor), der auch richtig funktioniert 😏.
  • vereinfachter WYSIWYG-Editor (inkl. Emoji) fĂŒr Kommentar-Schreiber.
  • webp-Bildverarbeitung. Das heisst: Hochgeladene jpg-Bilder werden ohne QualitĂ€tsverlust zu webp-Bildern umgewandelt und dem Besucher/Browser angezeigt. Dadurch verringert sich das Datenvolumen um ca. 30% pro Bild und Webseiten werden schneller geladen.
  • Dynamische Bildgrössen. Das heisst: Egal ob am PC, Laptop, Tablet oder Smartphone, es wird immer eine entsprechend angepasste Bildgrösse ausgeliefert. Vorschaubilder werden nie grösser als 50% der Anzeigebreite und bleiben somit innerhalb des Fliesstextes.
  • Verbesserte Mediathek. Die frĂŒhere Mediendatenbank wurde grĂŒndlich ĂŒberarbeitet und ist fĂŒr den Blogbetreiber nun einiges ĂŒbersichtlicher und schneller. 👍
  • Überarbeitete und verbesserte Erweiterungen (Plugins). So liebe ich z.B. das neue History-Plugin, welches nun beliebig viele Jahre darstellen kann (siehe "Vor genau X Jahren") 💯 oder das Imagesidebar-Plugin (siehe "FĂŒnf Zufallsbilder") 💯.
  • Neuste openSSL-VerschlĂŒsselung fĂŒr höchste Sicherheit. So muss man z.B. fĂŒr Kommentare keine kryptische Zeichenabfolge eintippen oder eine andere Sicherheitsabfrage (wie z.B. reChapta) durchfĂŒhren. ✔
  • und Vieles mehr...

Ich möchte hier klar festhalten, dass es sich bei Serendipity Styx Edition um eine frei verfĂŒgbare Software handelt, die man ohne jedewelche Kosten nutzen darf. Das gilt nicht nur fĂŒr die Grundversion sondern auch fĂŒr alle zusĂ€tzlichen Erweiterungen/Plugins! Da steckt ganz enorm viel Wissen, Arbeit, und Hingabe drin. Dem/den Entwickler/n gebĂŒhrt grossen Dank! :applaus: Super! Toll gemacht! :applaus:

Donnerstag, 28. Mai 2020

schnell wie der Wind

Karins E-Flitzer
Karins E-Flitzer

Heute Nachmittag konnte ich das neue E-Bike von Karin abholen und dann damit nach Hause fahren. Das war eine ganz neue Erfahrung! Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn bis zum heutigen Tag bin ich noch nie lÀnger als 3 Minuten, und maximal um einen HÀuserblock, mit einem E.Bike gefahren.

Man kann sich leicht vorstellen, dass meine 1,92m nicht sehr gut auf ein Fahrrad in der Grösse S passen. Der Sattel konnte auch nur auf knappe 65cm ausgezogen werden, weshalb ich nicht wirklich ergonomisch sitzen und pedalieren konnte (meine ĂŒbliche Sitzhöhe liegt bei 80cm). Aber... das macht fast gar nichts. 😉

Bis nach Hause waren es etwa 11 Kilometer, mit einem leichten HĂŒgel unterwegs. Was soll ich sagen? Ich bin beeindruckt? Irgendwie schon, denn das Bike zischt richtig gut ab. Es gibt drei elektrische UnterstĂŒtzungsmodi, Eco, Sport und Turbo. Der Motor verstĂ€rkt die auf das Pedal eingeleitete Kraft dabei um 35, 70 oder 100 Prozent und dies bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h. Und sehr schön dabei ist, dass dies nahezu gerĂ€uschlos geschieht (da habe ich schon ganz andere Summer und Brummer gehört).

Als relativ geĂŒbter Radfahrer kann ich den Turbo-Modus eigentlich nicht nutzen, denn damit bin ich sofort am Begrenzungslimit von 25km/h und fahre somit immer in dem Bereich, wo sich der Motor zu- und dann wieder abschaltet und man merkt dann schon sehr deutlich, dass man ein >20kg-Bike ohne MotorunterstĂŒtzung nur schwer auf einer Geschwindigkeit von ĂŒber 25km/h halten kann. So gesehen macht der Turbo-Modus nur an (stĂ€rkeren) Steigungen wirklich Sinn, was ich aber nicht getestet habe.

Auf der Gegenseite ist der Eco-Modus so quasi fĂŒr SonntagspaziergĂ€nger. Wenn Geschwindigkeit keine Rolle spielt und es vor allem darum geht, Zeit zu haben, die schöne Natur zu geniessen und dabei nicht gross ins Schnaufen zu geraten. Finde ich o.k. und praktisch. Es muss ja nicht immer zĂŒgig vorwĂ€rts gehen und falls man wirklich etwas schneller fahren will, dann steigt die körperliche Belastung und es fĂŒhlt sich fast so an, wie ein normales, motorloses, Fahrrad. Mit leichtem Vorteil berghoch. Da gleicht es nicht nur das Zusatzgewicht aus, sondern schiebt schon merklich vorwĂ€rts.

windschnittige Frisur ;-)
windschnittige Frisur ;-)

Die meiste Zeit bin ich im mittleren Sport-Modus unterwegs gewesen. Das macht Spass und damit ist man dann doch deutlich zĂŒgiger unterwegs als mit einem Bio-Bike. Den angesprochenen HĂŒgel bin ich damit ganz locker und zwischen 20 und 22 km/h hochgefahren, ohne mich dabei nennenswert angestrengt zu haben. Im Vergleich dazu fahre ich die gleiche Steigung mit dem Kish mit 13 bis 15 km/h hoch, mit einer deutlich höheren körperlichen Belastung. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied. Man ist entspannt aber doch recht zĂŒgig unterwegs. Wird es flach, so fahre ich auch im Sport-Modus an der UnterstĂŒtzungsgrenze von 25 km/h. Mein erstes Fazit, in Bezug auf meine körperliche Fitness wĂ€re also wie folgt: Bergrunter und flach im Eco-Modus, hĂŒglig berghoch im Sport-Modus und nur an steilen Rampen mit 10 und mehr Steigungsprozenten im Turbo-Modus.

Es erstaunt mich deshalb ĂŒberhaupt nicht, dass diese E-Bikes einen reissenden Absatz finden. Es ist wirklich ein ideales Pendlerfahrzeug. Damit ist man schneller und vor allem entspannter unterwegs als mit einem normalen Velo und ĂŒberwindet auch lĂ€ngere Distanzen ohne grössere Probleme und ohne Schweiss auf der Stirn. Ja, das ist schon cool 😎! Wieviel Fahrtwind ich im Haar hatte, kann man gut auf dem Bild erkennen 😂.

Nonsens finde ich hingegen noch immer E-RennrĂ€der und E-Mountainbikes. Beide TĂ€tigkeiten verbinde ich mit sportlicher BetĂ€tigung. Mit einem Rennrad sucht man die Grenze, wie schnell man mit reiner Muskelkraft vorwĂ€rts kommen kann und mit einem Mountainbike sucht man die Grenze wie steil berghoch man pedalieren kann. Beides wird mit einem Motor ad absurdum gefĂŒhrt. Das ist in meinen Augen reiner Selbstbetrug. Man stösst damit in einen Leistungsbereich vor, dem man von Natur aus nicht (mehr) gewachsen ist. Mehr Schein als Sein. Viagra fĂŒr Impotente 😏. Denn was mir heute, wĂ€hrend der Fahrt, auch mal durch den Kopf geschossen ist: E-Bike fahren sieht aus wie Fahrradfahren und die Bewegungen sind ziemlich identisch. Trotzdem ist es nicht wirklich vergleichbar...

Mittwoch, 27. Mai 2020

naht das Ende?

die Stadt bevölkert sich wieder
die Stadt bevölkert sich wieder

Das Wetter war perfekt und es gab (schon lĂ€nger) keine Ausrede mehr um nicht mit der Rikscha auf ZĂŒrichs Strassen zu erscheinen. Die Coronamassnahmen werden nach und nach gelockert und somit sollten auch wieder mehr Menschen anzutreffen sein. Mehr Menschen gleich mehr potentielle Kunden, also los!

Um 11:00 Uhr fuhr ich mit der Rikscha aus der Garage und kreutzte erstmal die Stadt etwas auf um mir einen Überblick zu verschaffen. Die Stadt war zwar nicht voll, doch durchaus gut besucht und die Stimmung war spĂŒrbar besser, als noch vor ein paar Wochen. Der schönste Teil des Seebeckens ist immer noch abgesperrt, damit es dort nicht zu grösseren Menschenansammlungen kommt, doch sonst ist vieles wieder normal. Auf dem SechselĂ€utenplatz (Bild) und auch auf dem MĂŒnsterhof sind die StĂŒhle wieder da und viele Menschen nutzten sie auch um an der Sonne zu sitzen oder ĂŒber Mittag mit Freunden Take-Away-Food zu essen. Den Hygienemasken tragenden Teil der Bevölkerung schĂ€tze ich auf unter 10% Protzent. Eigentlich machte alles einen potentiell guten Eindruck.

Ich bin dann bis 16:00 Uhr durch die Stadt gefahren oder stand an belebten PlĂ€tzen, so wie ich das nun schon seit acht Jahren machte. Der Unterschied zu den Vorjahren lag jedoch darin, dass ich heute in diesen fĂŒnf Stunden keine einzige bezahlte Fahrt generieren konnte. Null. Nada. Niente!

Es sieht echt so aus, als sei diese Rikscha-Geschichte in der Nach-Corona-Zeit ĂŒberholt. Kein Social Distancing möglich, also lassen wir es! So empfand ich es. NatĂŒrlich war ich enttĂ€uscht. Wobei frustriert wohl das bessere Wort dafĂŒr wĂ€re. Ohne Buchungen kann ich mir die Sache wohl schenken. Spontanfahrten waren schon frĂŒher eher schwierig, nun scheinen sie... unmöglich. So macht das ĂŒberhaupt keinen Sinn.

Um 16:00 Uhr packte ich also zusammen, fuhr die Rikscha wieder in die Garage und machte mich auf den Heimweg. Um dann Abends nicht nur noch schlechte Laune zu haben, entschied ich mich gleich noch eine Bikerunde anzuhĂ€ngen. Veloklamotten hatte ich ja bereits an, also können sie auch noch fĂŒr etwas nĂŒtzlich sein. 🙄. Wie immer tat mir die Natur und die frische Luft gut. Es hilft mir, den Tatsachen ins Auge zu sehen.

NatĂŒrlich ist dieser eine Tag, oder diese fĂŒnf Stunden, nicht gleich eine Tragödie, doch ich muss auch aufhören, mir die Sache schön zu reden. Das hat einfach zu wenig Potential. Es gibt mittlerweile so viele coole Alternativen, dass eine Rikschafahrt einfach nicht nachgefragt wird. Das interessiert eigentlich niemand wirklich... ist nicht mal elektrisch... voll uncool...

Dienstag, 26. Mai 2020

eine feine Sache

GX Eagle schaltet nun perfekt.
GX Eagle schaltet nun perfekt.

Auf der sonntĂ€glichen Eagle-Probefahrt stellte ich ein kitzekleines Problem an der neuen Schaltung fest. Irgendwo, in der Mitte des Ritzelpakets wird ein Gang wĂ€hrend des Schaltens ĂŒbersprungen. Obwohl ich alles penibel genau eingestellt hatte, kriegte ich das nicht weg. Ich kam rasch auf die Idee, dass dies nur an der Ausrichtung des Schaltauges am Rahmen liegen kann.

In MTB-Internetforen und auch auf den SRAM-YouTube-Videos wird immer wieder davon berichtet, dass die viele Schaltprobleme auf ein krummes Schaltauge zurĂŒckzufĂŒhren sind. Im April habe ich ja schon daran herumgebogen, bis die Shimano SLX Schaltung wieder gut funktionierte. Weil ich selbst jedoch kein entsprechendes Werkzeug hatte, besuchte ich heute Nachmittag als erstes meinen freundlichen BikehĂ€ndler, bei dem ich das TREK gekauft habe. Ich konnte mir das Werkzeug ausleihen und siehe da, hier lag tatsĂ€chlich der Hund begraben. Mit etwas nachbiegen war bald die korrekte Position gefunden und ich konnte das Schaltwerk wieder anbauen. Zur Sicherheit bestellte ich dennoch ein Ersatz-Schaltauge. Das ist im Hinblick auf zukĂŒnftige Radreisen sicher eine gute Investition, denn das Teil ist klein, leicht und einfach mitzunehmen. Sollten also auf Reise erneut Schaltprobleme auftauchen, kann ich sehr einfach und schnell das Schaltauge austauschen und so diese Fehlerquelle ausschliessen. Zudem ist das aktuelle Schaltauge durch die mehrfache Biegerei vermutlich auch schon etwas geschwĂ€cht.

NatĂŒrlich nutzte ich danach das tolle Wetter fĂŒr einen erneute Testrunde. YES! 👌 Perfekt! Nun flutschen die GĂ€nge schön Schritt fĂŒr Schritt, dass es eine wahre Freude ist. Wieder war ich erstaunt, wie ruhig diese Eagle-Schaltung ist. Ein Traum! Das macht richtig Freude!

Sonntag, 24. Mai 2020

the eagle has landed

neu: SRAM GX Eagle, 1x12-Schaltung
neu: SRAM GX Eagle, 1x12-Schaltung

Schon kurz nach der Sizilienreise kaufte ich neue Schaltkomponenten fĂŒr das TREK 1120. Das war damals eine Art Frustkauf aufgrund der Schaltprobleme, die ich einfach nicht richtig in den Griff bekam. Am 7. April bin ich dem Problem dann auf den Grund gegangen und konnte es zumindest zufriendenstellend lösen. Deshalb lagen die neuen Teile ungenutzt im Schuppen.

oben: Shimano 11-fach, unten: SRAM 12-fach
oben: Shimano 11-fach, unten: SRAM 12-fach

Heute habe ich dann mehr aus Langeweile denn aus Notwendigkeit das Umbauprojekt angegangen. Original waren Shimano SLX 1x11 Schaltkomponenten montiert. Die UmrĂŒstung auf SRAM GX Eagle 1x12 betrifft die folgenden Komponenten: Freilaufkörper, Kassette, Schaltwerk, Kettenblatt, Kette, Schalthebel und -kabel. Die Vorteile dieser UmrĂŒstung sind 1 Gang mehr (12 statt 11) und eine grössere Übersetzungsbandbreite (500% statt 418%). Das klingt natĂŒrlich vielversprechend. Der nebenstehenden Grafik kann man einen Vergleich der beiden Übersetzungen sehen. Oben die alte SLX-11-fach-Schaltung mit einem 28er Kettenblatt und unten die neu GX-12-fach-Schaltung mit einem 30er Kettenblatt. Man kann daraus ablesen, dass der keinste Gang (links) ziemlich gleich ausfĂ€llt. Der zusĂ€tzliche Gang vergrössert die Bandbreite vorwiegend im schnellen Bereich (rechts). Das entspricht meinen Vorstellungen, denn in der FlĂ€che oder bergrunter konnte ich bisher nur bis etwa 30km/h mittreten. Mit der neuen Schaltung sollten auch 35km/h drinliegen.

Als erstes baute ich das Hinterrad aus und wechselte den Freilaufkörper und das Ritzelpaket (Kassette). Dann tauschte ich das originale, runde 30er Kettenblatt gegen ein neues, ovales 30er Kettenblatt. Als nĂ€chstes stand der Tausch des Schaltwerks auf dem Programm und zum Schluss dann der neue Schalthebel zusammen mit dem Schaltkabel. Soweit so gut. Was man bedenken muss: Je mehr Ritzel die Kassette aufweist, desto geringer sind die AbstĂ€nde zwischen den einzelnen Ritzeln und desto genauer muss die Schaltung eingestellt werden. Dazu habe ich mehrfach ein Video von SRAM auf YouTube angesehen und bin dann ganz genau wie gezeigt vorgegangen. FĂŒr solche Arbeiten sind YouTube-Videos wirklich wertvoll (so etwas gab es frĂŒher nicht).

Schmuckschatullen
Schmuckschatullen

NatĂŒrlich musste ich nach all der Schrauberei eine Sonntags-Testfahrt machen. Ich wĂ€hlte eine etwa 20 Kilometer lange Runde mit teils steilen Anstiegen um die kleinen GĂ€nge zu testen aber auch mit flachen und leicht abfallenden Streckenabschnitten um eben die grösseren GĂ€nge zu erfahren. Das hat dann alles bestens funktioniert. Positiv aufgefallen ist mir, dass der gesamte SRAM-Antrieb ruhiger funktioniert als die Shimano-Schaltung zuvor. Berghoch, in kleinere GĂ€nge schalten funktioniert nahezu gerĂ€uschlos. Schön. Der neu schnellste Gang bietet in der FlĂ€che einen echten Mehrwert. Interessanterweise glaubte ich aber eher den Effekt des ovalen Kettenblatts zu spĂŒren. Berghoch ist das eine echte Hilfe. Ich kann lĂ€nger gleichmĂ€ssig treten. Obwohl das Kettenblatt unrund ist habe ich das GefĂŒhl, dass es sich runder/gleichmĂ€ssiger treten lĂ€sst. Am TREK 1120 bin ich bisher 30-rund, 28-oval, 30-rund und nun 30-oval gefahren. Das Konzept der ovalen KettenblĂ€tter ĂŒberzeugt mich wirklich. Am unteren und oberen Totpunkt, dort wo ich am wenigsten Kraft einleiten kann, ist der Durchmesser des Kettenblatts am geringsten und deshalb fĂ€llt es leichter, diese Punkte zu ĂŒberwinden und wieder in den Bereich zu kommen, wo man mit Kraft nach unten treten kann, wo das Kettenblatt dann am grössten ist. Ja, fĂŒr mich funktioniert das. Zumindest empfinde ich das so.

Nun hoffe ich natĂŒrlich, dass die Schaltprobleme nicht wieder auftauchen und dass ich an der neuen Schaltung lange Freude haben werde.

Samstag, 23. Mai 2020

E-Bike Entscheidung

Spezialized-E-Bike
Spezialized-E-Bike

Heute Morgen waren wir wieder in einem grossen Bikeshop und haben uns E-Bikes angesehen. Die Auswahl war nicht sehr gross, doch relativ rasch ist uns ein Specialized-E-Bike ins Auge gesprungen. Die richtige Grösse, nicht schwarz oder grau und ziemlich schnittig und aufgerĂ€umt. Karin hat damit eine Probefahrt gemacht und fand das Fahrverhalten ziemlich gut. Doch die etwas spezielle Farbe, nicht wirklich hellblau, so etwas Jeans-artiges, mochte sie nicht vom Fleck weg ĂŒberzeugen.

Wir haben natĂŒrlich beim VerkĂ€ufer nachgefragt, doch die roten Modelle sind bereits alle ausverkauft. Dies sei auch noch das Letzte in diesem blau. An Lager gĂ€be es nur noch weiss oder schwarz. FĂŒr mich war der Fall eigentlich rasch klar. Das war das "beste" E-Bike, welches wir bisher angesehen haben. Zumindest sah es sehr stimmig aus und passte in der Grösse und... es hatte zumindest etwas Farbe 🌈. Und auch der Preis war o.k.

Karin brauchte noch etwas Zeit, stellte noch ein paar Fragen und dann kam: "Ja, o.k., das will ich." đŸ€

Interessant fand ich, dass wir das Bike nicht gleich mitnehmen konnten. Es wird nun noch kurz in der Werkstatt ĂŒberprĂŒft und die Software des Motors und der Steuerung wird auf den aktuellsten Stand gebracht (😄 muss man das spĂ€ter updaten?). Am nĂ€chsten Samstag können wir es abholen und somit dĂŒrfte klar sein, dass wir am Sonntag darauf eine gemeinsame Ausfahrt unternehmen werden, Darauf freue ich mich schon.

Freitag, 22. Mai 2020

durchatmen

irgendwo im Unterholz
irgendwo im Unterholz

Eigentlich dachte ich, dass ich heute wiedereinmal in die Stadt fahre um mich mit der Rikscha zu zeigen. Buchungen habe ich nach wie vor keine, doch etwas PrÀsenz markieren kann bestimmt nicht schaden. Doch das erste Wort im Satz zeigt schon an, dass ich mich dann anders entschieden habe.

Weshalb ich mich umentschieden habe, kann ich gar nicht so genau sagen. TrÀgheit/Faulheit? Furcht vor Misserfolg? Feigheit vor dem Kunde? Vermutlich eine Mischung von all dem. Hinzu kommt, dass ich schon seit bald einer Woche eine irgendwie komische, undefinierbare Stimmung mit mir herumtrage. Ich kann es wirklich nicht benennen. Wie eine Vorahnung... keine Ahnung von was...

Weil in den letzten zwei Wochen auch meine BikeausflĂŒge ziemlich abgenommen haben wollte ich vor dem kommenden Wetterumschwung den Mittag fĂŒr eine Biketour nutzen. Wieder war ich nicht sonderlich motiviert, obwohl eigentlich alles perfekt war. Warmes, trockenes Wetter, herrlich auflebende Natur, kaum andere Menschen. Und weil eben alles so ideal war, konnte ich nicht einfach nur etwas dahingondeln. Es wa klar, dass mindestens ein veritabler HĂŒgel bezwungen werden will. Mein Herz braucht wieder einmal Belastung. Das Blut muss stark durch den Körper gepumpt werden und der Schweiss soll Schadstoffe ausspĂŒlen. Frischer Sauerstoff soll die geistigen Nebelschwaden vertreiben.........

Donnerstag, 21. Mai 2020

Spielnachmittag

let's play the game
let's play the game

Am heutigen Auffahrt-Feiertag waren wir bei und mit Freunden verabredet. Wir spielten das Gesellschaftsspiel BrĂ€ndi-Dog und danach grillierten wir gemĂŒtlich im Garten.

Seit ein paar Jahren ist BrĂ€ndi-Dog, das unbestrittene Top-Spiel im Freundeskreis. Schon das Spielfeld zeigt an, dass es eine Abwandlung oder Weiterentwicklung von "Eile mit Weile" ist. Statt zu wĂŒrfen, wird mit Karten gespielt und je nach Kartenwert können ganz unterschiedliche Aktionen ausgefĂŒhrt werden. So kann man immer wieder ein paar Gemeinheiten einstreuen und das Spiel bleibt meist bis ganz zum Schluss spannend. Zudem spielt man in Zweierteams, was das GemeinschaftsgefĂŒhl stĂ€rkt. Wir spielen meist Frauen gegen MĂ€nner. Das hat den Vorteil, dass zum Schluss bei jedem Paar ein Sieger zuhause ist und dass man so nicht unbedingt dem eigenen Partner strategische Fehler vorwirft 😉.

Es war lustig und (ent)spannend. Meist gewinnen die Frauen, doch heute hatten wir MĂ€nner wieder einmal etwas mehr GlĂŒck und konnten das Gesamtscore fĂŒr uns entscheidenđŸ„‡. Vielen Dank fĂŒr die Einladung und den schönen Nachmittag/Abend! 👍

Mittwoch, 20. Mai 2020

MorgendÀmmerung

blĂŒhender Busch zur Mittagszeit
blĂŒhender Busch zur Mittagszeit

Seit Anfang Jahr habe ich diesen Nebenjob, zu welchem ich ziemlich frĂŒh aufstehen muss. Zwischen 05:05 und 05:10 Uhr trete ich jeweils aus dem Haus und nehme mein Fahrrad aus dem Schuppen um damit zur Arbeit zu fahren.

Um diese Uhrzeit ist es meist noch dunkel. Deshalb ziehe ich vor dem Verlassen des Hauses eine kleine Stirnlampe an, damit ich sicher den Weg zum Fahrradschuppen finde und dort auch mit dem SchlĂŒssel ins SchlĂŒsselloch treffe. Dann bepacke ich mein Rad, nehme es aus dem Schuppen, schliesse diesen ab, verstaue den SchlĂŒsselbund, zusammen mit der Stirnlampe, in der GepĂ€cktasche und schwinge mich in den Sattel. So lief es bisher immer. Diesen Montag stellte ich nun fest, dass ich die Strinlampe nicht mehr wirklich brauche. Aktuell ist um 05:05 Uhr die DĂ€mmerung zumindest schon soweit fortgeschritten, dass ich ohne Licht das SchlĂŒsselloch der SchuppentĂŒr erkenne.

Zu Beginn fröstelt es mich meist etwas, doch schon nach etwa 5 Minuten beginnt die Strasse leicht anzusteigen und mein Körper erreicht eine gute Betriebstemperatur. Ich kann endlich mehr sehen, als nur die Strasse im Lichtkegel meiner Frontleuchte. Der Himmel schimmert dunkelblau, man erkennt nur noch die hellsten Sterne oder die Sichel des Mondes und es wird langsam aber kontinuierlich heller. Eine wunderbare Übergangsstimmung von der stillen Nacht zum lauten Tag... magisch schöne 35 Minuten 🌅 bis ich am Arbeitsplatz das Rad in den VelostĂ€nder stelle.

Diese Woche arbeitete ich an drei Morgen, von Montag bis heute Mittwoch. Jedesmal dachte ich, dass ich diese Morgenstimmung unbedingt fotografieren und in diesem Blog zeigen muss. Gestern und heute habe ich mir deshalb das Smartphone direkt in die Jacke gesteckt, dass ich einfach und schnell anhalten und ein Foto schiessen kann. Und doch habe ich es nicht gemacht... Man denkt immer "es kommt noch besser/schöner" und dann ist man doch zu spĂ€t. Ausserdem hat das alles nicht nur einen visuellen Charakter (den man mit einem Foto einfangen kann). Alles ist in diesen 35 Minuten im Übergang. Zunehmendes Licht, GerĂ€usche, GerĂŒche und mittendrin dieser kleine Radfahrer, der noch halb schlaftrunken aufs Rad gestiegen ist und letztendlich hellwach am Arbeitsplatz erscheint. Eine Transformation, durch und durch. đŸ’«

Ich hoffe, dass ich durch diese Beschreibung einen Eindruck des Erlebnisses "Arbeitsweg per Rad durch die MorgendĂ€mmerung" geben konnte. Weil mein Motto aber "sowohl als auch" heisst, will ich die "Kehrseite der Medallie" auch noch kurz erwĂ€hnen.😏

Arbeitsweg - Höhe und Zeit
Arbeitsweg - Höhe und Zeit

Wie man auf nebenstehender Grafik leicht erkennen kann, ist mein Arbeitsweg nicht wirklich flach. Wobei man sich von der Grafik auch nicht blenden lassen soll. Der tiefste Punkt -nach ca. 1,5km- und der höchste Punkt -bei ziemlich genau 4km- liegen nur 90 Höhenmeter auseinander. Was in der Grafik also wie ein veritabler Berg aussieht, ist in Tat und Wahrheit ein sanfter HĂŒgel đŸ€š. Anyway. Es geht berghoch, der Puls steigt, ich beginne in diesen zehn Minuten doch leicht zu schwitzen. Und so ziemlich jeden Morgen werde ich in dieser Steigung von zwei anderen Pendlern auf E-Bikes ĂŒberholt... Hmmm... ich bin ganz offen: manchmal bin ich neidisch... 😓 sie kurbeln so locker und ein leises Surren hilft ihnen den HĂŒgel hoch... ich vermute, dass sie nicht schwitzen...

Auf dem Nachhauseweg ist mir in den letzten Tagen immer wieder ein sehr schön blĂŒhender Busch aufgefallen. Um doch noch ein Bild fĂŒr diesen Blogeintrag zu haben, machte ich heute Mittag das obige Bild. Ich verstehe wenig von Biologie und weiss deshalb nicht um was fĂŒr einen Busch es sich dabei handelt. Aber sehr schön anzusehen ist er allemal und deshalb habe ich auch noch ein kleines BlĂŒtendetailbild unten rechts eingefĂŒgt. 🌾

Ah, noch eine ErgĂ€nzung. Das Wetter ist derzeit tagsĂŒber schön und angenehm warm. Morgens brauche ich noch die lange Hose und eine Jacke. FĂŒr den Heimweg nehme ich mir zusĂ€tzlich eine kurze Hose und ein Kurzarmshirt mit. Das bewĂ€hrt sich. Interessanterweise brauche ich fĂŒr dem Heimweg meist ĂŒber 5 Minuten lĂ€nger als fĂŒr die Hinfahrt. Ich glaube das ist, weil ich nicht mehr unter Zeitdruck stehe und auch schon etwas angemĂŒdet bin.

â–Č